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Ein Website-Relaunch klingt nach einem spannenden Projekt – doch in der Praxis ist es oft eine echte Herausforderung. Zwischen Kundenaufträgen und anderen Verpflichtungen musste ich meine eigene Website überarbeiten, ohne meine Hauptarbeit zu vernachlässigen. In diesem Artikel teile ich meine fünf wichtigsten Learnings: Von Zeitmanagement über SEO-Fallen bis hin zur finalen Umsetzung. Wenn du selbst einen Relaunch planst, erfährst du hier, worauf es wirklich ankommt!
Ein Website-Relaunch klingt im ersten Moment nach einem klar strukturierten Projekt: Konzept entwerfen, Design erstellen, umsetzen, fertig. Doch als Freelancer läuft es selten so glatt. Neben dem Relaunch müssen Bestandskunden betreut, neue Projekte abgearbeitet und unvorhergesehene Aufgaben erledigt werden. Wer hier zu knapp plant, landet schnell in Stress und Zeitdruck – oder das Projekt zieht sich ewig hin.
Ich habe meinen Relaunch deshalb über sechs Monate gestreckt und den gesamten Prozess in sinnvolle Phasen unterteilt. So konnte ich verhindern, dass Kundenprojekte leiden, während ich an meiner eigenen Website arbeite.
Mein Ansatz bestand aus folgenden Phasen:
Diese lockere Herangehensweise hat mir nicht nur geholfen, den Relaunch effizienter zu gestalten, sondern auch, meine Kundenprojekte parallel weiterzuführen. Ein zu enger Zeitplan hätte dazu geführt, dass entweder der Relaunch oder meine Kundenarbeit gelitten hätte – beides keine Option. Außerdem hat diese flexible Planung den Vorteil, dass man kreative Pausen einlegen kann, um mit frischen Augen auf das Projekt zu blicken.
Ein Website-Relaunch sollte niemals nur aus einer Laune heraus gestartet werden. Viel zu oft sehe ich, dass Freelancer oder Unternehmen ihre Website überarbeiten, ohne eine klare Strategie dahinter zu haben. Doch bevor du dich in Design-Experimente stürzt oder stundenlang an neuen Seitenlayouts feilst, solltest du dir eine zentrale Frage stellen: Was soll der Relaunch wirklich bringen?
Die Gründe für einen Relaunch können vielfältig sein:
In meinem Fall war es ein neues Branding und eine veränderte Designsprache, die mich dazu bewegt haben, meine bestehende Website zu überarbeiten. Mein Ziel war es, ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild zu schaffen, das meine aktuelle Arbeitsweise besser repräsentiert. Gleichzeitig habe ich die Gelegenheit genutzt, einige strukturelle und inhaltliche Schwachstellen zu beseitigen.
Ein klar definiertes Konzept hilft dir, den gesamten Relaunch-Prozess zu steuern und dich nicht in Details zu verlieren. Ohne eine Strategie riskierst du, dass du am Ende viel Zeit investierst – und trotzdem keine spürbare Verbesserung erzielst. Zudem hilft ein Plan dabei, Prioritäten zu setzen: Nicht jede kleine Anpassung muss sofort umgesetzt werden, und nicht jede Designidee ist es wert, das gesamte Projekt zu verzögern.
Ein Website-Relaunch kann dir optisch und funktional viele Vorteile bringen – doch wenn du deine SEO-Performance dabei aus den Augen verlierst, kann es schnell nach hinten losgehen. Ich habe mir deshalb vor dem Relaunch genau angeschaut, welche Seiten performen, welche weniger wichtig sind und wie sich Nutzer auf meiner Website bewegen.
Dafür habe ich Daten aus Google Search Console und Fathom Analytics analysiert, um herauszufinden:
Da mein Fokus nicht auf einer inhaltlichen Neuausrichtung lag, habe ich nur kleinere Anpassungen vorgenommen: Hier eine optimierte Seitenstruktur, dort eine neue Überschrift – mehr war nicht nötig. Oft reicht es, an den Stellschrauben zu drehen, anstatt das komplette Fundament einzureißen.
Lesetipp: Diese SEO-Anfängerfehler solltest du unbedingt vermeiden!
Ein oft übersehener Punkt beim Relaunch sind Weiterleitungen. Wenn alte URLs nach dem Relaunch ins Leere laufen, verlierst du wertvolle Rankings und sorgst für Frust bei den Besuchern. Deshalb habe ich 301-Weiterleitungen für alle relevanten Seiten eingerichtet.
Außerdem habe ich sichergestellt, dass die neue Website auch technisch top aufgestellt ist:
Wer diese Punkte beim Relaunch ignoriert, riskiert nicht nur Ranking-Verluste, sondern auch eine schlechtere User Experience. Eine optisch schöne Website bringt schließlich wenig, wenn sie technisch nicht performt.
Der Relaunch ist live – Zeit, sich entspannt zurückzulehnen? Nicht ganz. Denn auch wenn alles auf den ersten Blick gut aussieht, schleichen sich oft kleine, aber entscheidende Fehler ein. Vielleicht gibt es duplizierte Inhalte, eine Formatierung ist verrutscht oder eine wichtige Seite lädt nicht richtig.
Genau aus diesem Grund habe ich meine Website an einem Samstag gelauncht. Das gab mir ein komplettes Wochenende, um eventuelle Probleme direkt zu beheben – ohne dass es zu negativen Auswirkungen auf Kunden oder SEO kam.
Um Fehler effizient aufzuspüren, habe ich zwei Dinge gemacht:
Das Feedback war enorm hilfreich, denn manchmal übersieht man simple Dinge, die Außenstehende sofort bemerken – ein falscher Link, ein vergessener Absatz oder Darstellungsprobleme auf bestimmten Geräten.
Was du nach dem Relaunch noch checken solltest:
Ein gelungener Relaunch endet nicht mit dem Livegang. Erst durch systematische Tests kannst du sicherstellen, dass deine Website wirklich fehlerfrei läuft und das Nutzererlebnis perfekt ist.
Lesetipp: Was ist eigentlich User Experience Design?
Eine Website ist nie „fertig“ – irgendwas könnte man immer verbessern. Doch die eigentliche Frage ist: Muss das wirklich sein? Und lohnt sich der Aufwand?
Ich habe für mich einen klaren Relaunch-Rhythmus etabliert:
Ein Drei- bis Vier-Jahres-Zyklus hat sich für mich bewährt. Aber ist das notwendig? Nein. Ich kenne viele Webdesigner, die seit über zehn Jahren mit demselben Design arbeiten – und das vollkommen erfolgreich.
Für mich ist der Relaunch nicht nur ein Mittel zur Optimierung, sondern auch ein kreatives Herzensprojekt. Ich liebe es, an meiner eigenen Website zu feilen, neue Ideen umzusetzen und meine aktuellen Designfähigkeiten einzubringen. Es ist weniger eine Notwendigkeit als ein persönliches Vergnügen.
Wichtig ist: Kein Relaunch um des Relaunchs willen. Wenn eine Website weiterhin performt, die Conversion-Zahlen stimmen und das Design zeitlos wirkt, gibt es keinen Grund zur Hektik. Ich selbst lasse den Prozess organisch nebenbei laufen, ohne dabei den Fokus auf meine Kundenprojekte zu verlieren.
Ob du deine Website also jedes Jahr überarbeitest oder erst nach zehn Jahren – es gibt kein richtig oder falsch. Hauptsache, sie erfüllt ihren Zweck und repräsentiert dich bestmöglich.
Ein Website-Relaunch ist weit mehr als nur eine optische Überarbeitung – es ist eine strategische Entscheidung, die wohlüberlegt sein will. Wer einfach blind drauflos designt, ohne sich Gedanken über Ziele, SEO oder die technische Performance zu machen, riskiert Zeit- und Rankingverluste.
Für mich war dieser Relaunch ein bewusster Schritt: ein neues Branding, eine verbesserte User Experience und ein technisches Update, das meine Website zukunftssicher macht. Doch der Weg dorthin war keineswegs geradlinig. Die größte Herausforderung? Der Relaunch musste neben meinen laufenden Kundenprojekten stattfinden, weshalb eine flexible Zeitplanung essenziell war.
Besonders wichtig waren auch die SEO-Aspekte: Weiterleitungen mussten sauber gesetzt, Ladezeiten optimiert und die Seitenstruktur überdacht werden. Denn ein Relaunch sollte niemals dazu führen, dass bestehende Erfolge zunichtegemacht werden.
Aber auch nach dem Launch war die Arbeit noch nicht vorbei. Die Fehleranalyse in den ersten Tagen nach dem Launch war entscheidend, um kleinere Bugs und Unstimmigkeiten schnell zu korrigieren. Schließlich sieht man selbst nicht immer alles – externe Tester waren hier Gold wert.
Letztendlich bleibt ein Relaunch eine individuelle Entscheidung. Während manche Designer ihre Website über Jahre hinweg kaum verändern, gönne ich mir alle paar Jahre eine Frischzellenkur. Nicht aus Zwang, sondern weil es mir Spaß macht.
Wichtig ist nur, dass du deinen Relaunch mit Strategie angehst und nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus startest. Dann steht einer erfolgreichen neuen Website nichts im Weg!